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/Naturschutz aus der Vogelperspektive

Naturschutz aus der Vogelperspektive

Sie merken es in Ihrer unmittelbaren Umgebung. Wenn Sie an einem Sommerabend auf der Terrasse oder am Balkon sitzen. Früher konnten Sie den Vögeln zuhören, wie sie von ihren letzten Abendflügen zurückkamen und sich im Baum oder im Gebüsch einen Schlafplatz suchten. Oder das hungrige Gepiepe frisch geschlüpfter Meisen im Dachgebälk oder  das Klopfen des Spechts. Früher. Die Vögel scheinen verschwunden zu sein, und im Garten ist es ruhiger geworden. Manchmal ist diese Stille fast beängstigend.

Das Gefühl, dass mit den Vögeln irgendetwas nicht in Ordnung ist, lässt sich auch ganz nüchtern in Zahlen fassen. Laut einer Studie von BirdLife, Österreichs einziger Vogelschutz-Organisation, geht unseren gefiederten Freunden bald die Luft aus: „Mehr als die Hälfte der 66 heimischen Arten zeigen eine überwiegend negative Entwicklung. Ein Viertel weist einen stabilen Bestandstrend auf und nur ein Sechstel nahm in ihren Beständen zu. Besonderen Grund zur Sorge machen die Kulturlandschaftsvögel: 15 der 22 wichtigsten Vertreter entwickeln sich besonders negativ.

Wir wollen die Vögel wieder zurückhaben

Damit sind wir angesprochen. Hinter dem Begriff „Kulturlandschaftsvögel“ verstehen die Ornithologen Feld- und Wiesenbrüter. Also Vögel, die auf (oder in unmittelbarer Nähe von) Äckern leben. Kaum eine andere Artengruppe ist durch die moderne Landwirtschaft so in ihren Beständen gefährdet wie Feld- und Wiesenvögel. Wir haben bereits 1997 auf unserem Grund im unteren Mühlviertel gemeinsam mit dem WWF (World Wide Fund for Nature) ein Naturschutzprojekt errichtet.

Dieser Fleck ist Eldorado und Refugium für viele bedrohte Arten. Nicht nur Vögel. Auch andere seltene Tiere und Pflanzen haben es sich auf dem Gebiet heimisch gemacht. Bei den Vögeln sind es vor allem der schlanke Wachtelkönig. Aber auch der kleine und gefräßige Neuntöter und das trällernde Braunkehlchen. Das Braunkehlchen liegt uns dabei besonders am Herzen. Die Bestände dieser Art gingen in Oberösterreich und Niederösterreich in den vergangen Jahren drastisch zurück. Bei uns können sich die Vögel ansiedeln und in Ruhe erholen. Weil bio mehr ist, als Genuss.

2018-10-07T23:54:53+02:00